Vorbei am Pförtner

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Vorbei am Pförtner
Dieser Trick wird auch im Forum diskutiert und weiterentwickelt.
Häufig ist es erforderlich direkt in die heiligen Hallen des potenziellen Jobgebers vorzudringen. Ob für Deine Arbeitgeber-Recherche, zum Aufbau von Beziehungen zu Betriebsangehörigen oder für eine "Überraschungsbewerbung" beim Chef selbst.
In allen Fällen ist das Unternehmensgebäude das erste Ziel. Nur meistens ist es gar nicht so einfach dort hereinzuspazieren. Denn oft verhindern Pförtner einen unangemeldeten Besuch. Wer keinen Termin vorweisen kann wird abgewiesen. Was also tun, um am Pförtner vorbeizukommen?
Informationen sammeln
Grundsätzlich gilt auch hier "Informationen sind die halbe Miete". Bevor Du also beginnst einen cleveren Weg zu suchen, der am Pförtner vorbei führt, benötigst Du Informationen über z.B. Öffnungszeiten, Telefonnummer des Pförtners, Name des Pförtners, etc.. Wichtig ist auch, was der Pförtner für ein "Typ" ist. Ist er mehr ein "harter Broken", der einen sofort wieder rausschmeißt oder eher der Menschentyp, bei dem man sich nach einem sympathischen Plausch vorbeischieben kann.
Wie ist das Foyer beschaffen? Erhalte einen ersten Eindruck von der Gesamtsituation. Um die Lage abzuchecken, marschierst Du zunächst einfach mal hinein und versuchst am Pförtner vorbeizukommen. Natürlich gut vorbereitet, denn es kann ja vorkommen, dass er Dich schon bei diesem Testversuch durchlässt. Aber wahrscheinlich wird er Dich aufhalten und fragen, zu wem Du willst. Dann sagst Du einfach, dass Du Deine Bewerbung im Personalbüro persönlich abgeben möchtest. Wahrscheinlich wird er das nicht zulassen. Mit etwas Glück jedoch ruft er beim Personalbüro durch und meldet Dich an.
So hättest Du schon beim ersten "Spähversuch" völlig überraschend Dein Ziel erreicht. Aber eher ist davon auszugehen, dass Du zurückgewiesen wirst. Wichtig ist bei dieser Offensive, dass Du jede Minute dieses Zusammentreffens nutzt, um so viele Informationen über den Eingangsbereich und den Pförtner zu sammeln wie möglich. Denn diese Infos stellen die Grundlage dar für Deinen kreativen "Vorbei am Pförtner" Trick. Du kannst für diese Aktion natürlich auch einen Freund / eine Freundin vorschicken, damit Dich der Pförtner später nicht erkennt. Eine weitere Möglichkeit ist die Verkleidung. Oder Du lässt nach Deiner ersten "Inspektion" etwas Zeit verstreichen, so dass beim Pförtner die Erinnerung an Dich verblasst.
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Harrys Methode
Hier eine Geschichte von unserem Freund Harry. Sein Ziel: Die Chefetage einer großen Marketingfirma. Nachdem er sich vier Wochen zuvor ein Bild vom Standort des Pförtners gemacht hatte, schritt er zur Tat. Harry trommelte, in einer Hauswirtschaftsklasse der örtlichen Berufsschule, 26 gutaussehende Frauen zusammen, und bat diese ihm bei der Umsetzung seines Bewerbungsplans zu helfen. Mit der Mädchengruppe verabredete er sich nun zu einem ausgemachten Zeitpunkt in der Nähe des Firmensitzes,
wo sein Bewerbungscoup starten sollte. Sein Bewerbungstrick sah so aus:
Freund Harry stürmte gemeinsam mit der Frauengruppe in das Gebäude direkt auf den Pförtner zu (Die jungen Mädels voran), so dass binnen kürzester Zeit das ganze Foyer mit zahlreichen, attraktiven Frauen übersät war. Ihr könnt Euch denken, dass diese Aktion nicht stressfrei an dem armen Pförtner vorbeiging. Der wollte es sich nämlich gerade mit Zeitung und Stulle so richtig gemütlich machen.
Aber aus dieser Pause wurde nichts, denn die Mädels konfrontierten den Pförtner mit den verschiedensten Fragen wie z.B. "Guten Tag, könnten Sie uns helfen? Wir suchen die Frisörschule. Die muss doch hier in der Nähe sein, oder?", "Können wir mal auf die Toilette gehen?", "Könnten Sie mir einen Kugelschreiber leihen" oder "Ich glaub' ich kenn Sie. Sie sind doch der Herr Meier aus Kreuzberg, nicht wahr?", u.s.w.. Zu allem Überdruss, klingelte zur gleichen Zeit dann auch noch das Telefon im Pförtnerhäuschen. "Ausgerechnet jetzt" mag der Pförtner gedacht haben. Und dann war das auch noch so ein Anrufer, der sich nicht so schnell abwimmeln ließ.
Auch das hatte Harry bis ins kleinste Detail vorbreitet. Harrys Ziel war es den Pförtner mit mehreren Aufgaben derart zu überfordern, dass er die Übersicht verliert und ins rotieren kommt. Und genau so geschah es dann auch. Das war Harrys große Chance. In dem Moment, als der Pförtner umzingelt von den Mädchen, schweißgebadet und genervt noch immer mit dem Telefonanrufer beschäftigt war, konnte sich Harry unbemerkt in die Führungsetage der Marketingfirma mogeln, ohne das der Pförtner dieses merkte. Harry nutzte diese einmalige Chance, um sich per "Überraschungsbewerbung" bei einem der bekanntesten, deutschen Marketingmanagern spontan und persönlich vorzustellen. Das Ende vom Lied: Harry erhielt einen Arbeitsvertrag. Und die 26 Mädchen lud er als Dankeschön ins Kino ein (was auch nicht gerade so unangenehm für ihn war ;-)
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Der Pizzatrick
Um Unannehmlichkeiten oder gar eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch zu umgehen, empfehlen wir das Gebäude nur mit voriger Zustimmung der Bediensteten zu betreten. Dafür haben wir uns den klassischen Pizzatrick vorgeknöpft und leicht verändert.
Gewöhnlich läuft der Trick so ab, dass der Bewerber, getarnt als Pizzazusteller, versucht am Pförtner vorbeizukommen. Beim Pförtner gibt er vor, Mitarbeitern die bestellte Pizza ins Arbeitszimmer zu bringen. Sein wahres Ziel ist es natürlich irgendwie in das Gebäude zu gelangen, um seinen Bewerbungstrick durchzuziehen.
Da dieser Trick aus der Mottenkiste stammt und deshalb schon lange nicht mehr funktioniert (Jeder Pförtner hält mit den zuständigen Mitarbeitern telefonisch Rücksprache), haben wir ihn wie folgt weiterentwickelt.
Wichtig ist, dass Du als Pizzazusteller nicht einfach so ohne Erlaubnis in das Unternehmensgebäude eindringst (Hausfriedensbruch!). Aus diesem Grund rufst Du einfach bei irgendeiner Abteilung der Firma an (vorzugsweise beim Personalbüro) und sorgst dafür, dass sie dem Pförtner grünes Licht geben Dich durchzuwinken. Wichtig ist, dass Du in der Mittagszeit anrufst, da dann bei den meisten Mitarbeitern der Magen vor Hunger knurrt.
Das folgende Telefonat mit der Abteilung könntest Du in etwas so durchführen:
Mitarbeiterin/Unternehmen: "Guten Tag, XY-GmbH, Frau Hennigs was kann ich für Sie tun?"
Bewerber/Pizzazusteller: "Guten Tag, hier ist der Pizzaservice XY, Büttner mein Name. Vor dreißig Minuten wurde von Ihnen eine Pizza Salami und eine Pizza Thunfisch bestellt. Leider kann unser Zusteller Ihren Standort nicht finden. Könnten Sie uns zum Abgleich nochmals Ihre genaue Lieferadresse mitteilen?"
Mitarbeiterin/Unternehmen: "Ja, wie jetzt? Wir sollen Pizza bestellt haben? Warten Sie mal eben ..." (Mitarbeiterin Hennigs hält die Hand vor die Sprechmuschel und fragt ihre Kollegen "Hat von Euch einer Pizza bestellt?" und fährt fort). "Nein, also da muss ein Missverständnis vorliegen. Hier hat keiner Pizza bestellt."
Bewerber/Pizzazusteller: "Aber Sie sind doch die Firma XY, Abteilung III, Zimmer 5 oder? Sie haben bei uns telefonisch zwei Pizzas bestellt."
Mitarbeiterin/Unternehmen: "Also noch mal: Ich habe alle Kollegen gefragt. Wir haben bei Ihnen nichts bestellt. Da muss ein Missverständnis vorliegen."
Bewerber/Pizzazusteller: "Tschja, Mhhh???, Na so was? Was machen wir denn jetzt Frau Henning? Wissen Sie, unser Pizzamann ist nämlich schon lange auf dem Weg zu Ihnen und er müsste auch in der Nähe sein ... (Schweigepause) ... Wissen Sie was? Wir spendieren Ihnen heute einfach mal die Pizzas, natürlich nur, wenn Sie nichts dagegen haben. Andernfalls müssten wir diese nämlich entsorgen, wenn sich dafür kein Abnehmer findet. Und das wäre doch wirklich sehr schade, oder? Wir schenken Ihnen die Pizza. Was halten Sie davon? Betrachten Sie es als ein Geschenk unseres Hauses."
Mitarbeiterin/Unternehmen: (freut sich wie ein kleines Kind) "Na wenn das so ist, nehmen wir die Pizzas natürlich gerne (lach, kicher). Das ist wirklich sehr lieb von Ihnen. Ich sag gleich dem Pförtner Bescheid, dass er Ihren Kurier zu uns in die Abteilung lässt. Sie wissen ja Abteilung III, Zimmer 5. Ihr Pizzaservice findet uns übrigens in der Postelgasse 7, gleich neben der Post ... bla, bla, bla."
Bewerber/Pizzazusteller: "Ah, ja. Dann wissen wir schon wo das ist. Alles klar, keine Ursache. Es freut mich, dass wir Ihnen eine kleine Freude machen können. Lassen Sie es sich schmecken, tschüss."
Mitarbeiterin/Unternehmen: "Danke, Danke, wirklich sehr nett, tschüüss ..."
Telefonat ENDE
Falls die angerufene Abteilung nicht so "mitspielt" wie in unserem Beispiel, dann rufe einfach bei einer anderen an. Irgendwo wirst Du Deine Pizza ganz bestimmt los ;-). Und die beiden Pizzas hast Du natürlich bei einem Pizzaservice gekauft und griffbereit in entsprechenden Pizza-Kartons! Und ab geht's, vorbei am Pförtner ...
Anmerkung:
Leider wurde der gute alte Pförtner bei einigen Unternehmen wegrationalisiert und durch Codes oder Personalkarten ersetzt. Das ist jedoch kein Grund dafür, den Kopf in den Sand zu stecken. Es gibt auch trotz dieser technischen Sperren zahlreiche Möglichkeiten mit Personal in Kontakt zu kommen. Versuche es doch einfach mal mit den Tricks aus der Rubrik "Vitamin B" produzieren.
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